GMAT Testverfahren

Der Test soll die Befähigung eines Testteilnehmer für ein weiterführendes Wirtschaftsstudium prüfen (im Gegensatz zu einem "Wissensstand-Test"). Er besteht in seiner gegenwärtigen Form aus einem Essayteil, welcher zwei analytische Aufsätze von je 30 Minuten Länge zu vorgegebenen Themen als Antwort erwartet; sowie zwei "multiple choice"-Segmenten von je ca. 75 Minuten Länge, einem mathematischen Abschnitt und einem Abschnitt über verbale Fähigkeiten, welcher analytische Teile, englische Grammatik und Leseverständnis umfasst. Der Test wird vollständig auf englisch abgehalten, was ihn für Menschen deren Muttersprache nicht englisch ist zusätzlich erschwert. Er ist im Gegensatz z.B. zum TOEFL (Test of English as a Foreign Language) jedoch kein reiner Sprachtest, sondern misst vielmehr wie beschrieben die analytisch-logischen Fähigkeiten der zu prüfenden Person.

Der GMAT Test kann seit einigen Jahren in den meisten Ländern nur noch auf einem Computer abgelegt werden und ist "adaptiv"; das heißt der Computer wählt die Fragen aus einem vorgegebenen Pool aus und passt das Schwierigkeitsniveau (und damit das Endergebnis, siehe unten) mit jeder Frage automatisch an den Benutzer an, abhängig davon ob die vorangehende Frage richtig oder falsch beantwortet wurde. Der Testteilnehmer bekommt in jedem Abschnitt zunächst eine als durchschnittlich schwierig angesehene Frage vorgelegt. Beantwortet er die Frage falsch ist die nächste etwas leichter und das Testergebnis sinkt, beantwortet er sie richtig ist die nächste etwas schwieriger und das Testergebnis steigt. Der Computer versucht quasi herauszufinden, welches Niveau der Teilnehmer noch erfüllt und ab welchem Schwierigkeitslevel er scheitert. Mit der Zeit sollte der GMAT dadurch für jeden Teilnehmer also verhältnismäßig schwierig werden, dies ist jedoch aus Ergebnissicht erwünscht!

Durch das beschriebene Testverfahren sowie den großen Zeitdruck gilt der Graduate Management Admission Test trotz der eher begrenzten geprüften Inhalte als relativ schwierig und sehr ungewohnt für die meisten europäischen Studenten und erfordert daher eine entsprechend gründliche Vorbereitung.